10 kryptische FPV-Drohnen Begriffe und Abkürzungen verständlich erklärt

10 kryptische FPV-Drohnen Begriffe und Abkürzungen verständlich erklärt

Wenn man mit dem Bauen und Fliegen in den RC-Modellbau einsteigt, wird man zuallererst von einer schieren Flut neuer und undurchsichtiger Begriffe und Abkürzungen überschwemmt und nicht wenige Einsteiger lassen sich dadurch entmutigen. Dabei bezeichnen die meisten dieser Begriffe eigentlich sehr einfache und leicht verständliche Elemente des Drohnen-Baus.

Dieser Artikel klärt einfach und für jeden verständlich einige Grundbegriffe und Abkürzungen, die beim Einstieg in die Welt der FPV-Drohnen hilfreich sind.


1. ESC

Die Abkürzung ESC steht für Electronic Speed Control. Wie der Name schon andeutet steuert dieses Bauteil die Geschwindigkeit des Motors und wird zwischen den Motor und den Akku geschaltet.
Man unterscheidet zwischen ESCs für Brushless Motoren und ESCs für BBrushed Motoren (Mehr dazu unter Punkt 4). Bei ESCs, die in Drohnen zum Einsatz kommen, handelt es sich demnach meist um Brushless ESCs


2. LOS

Line-of-Sight (LOS) bezeichnet das fliegen von FPV-Drohnen ohne Brille. Die besondere Schwierigkeit beim Fliegen von FPV-Drohnen ohne Brille ist immer den Überblick über die Orientierung der Drohne im Raum zu behalten. Anders ausgedrückt: Wenn du hinten für vorne hältst, und dann nach vorne fliegen möchtest, kann das sehr schnell in einem Crash enden. Andere RC-Modelle, wie Flugzeuge, die eine klar erkennbare Front besitzen, sind einfacher per LOS zu fliegen.

Gründe für das Fliegen per LOS: Viele professionelle FPV-Piloten halten das Training per LOS für besonders wichtig um anspruchsvolle Manöver souverän bewältigen zu können. Absatz

Hilfreich für den Anfang ist es, wenn an der FPV-Drohne LEDs mit verschiedenen Farben für vorne und für hinten verbaut sind. so fällt es deutlich leichter den Überblick zu behalten.


3. FC

Der Flight Controller (FC) ist das zentrale Bauteil feder Drohne. Dieses Bauteil ist mit Lagesensoren ausgestattet, die die Steuerung einer Drohne überhaupt erst ermöglichen. Im Prinzip ist der FC also das Gehirn jeder FPV-Drohne.

Moderne Flight Controller sind die sogenannten F4 FCs. Achte also beim Kauf eines FCs unbedingt darauf, dass du diese Bezeichnung im Namen wieder findest.

Momentan geht der Trend außerdem dahin, dass immer mehr FCs mit einem ESC im im Stack auf dem Markt kommen. Ein Beispiel für einen guten FC-ESC-Stack ist der Mamba F4 Flight Controller.
Die kompakte Bauweise dieser Stacks kann sich positiv auf das Gewicht der Drohne auswirken. Außerdem ist der ESC unter dem FC etwas geschützter, als wenn man vier einzelne ESCs auf den Armen der Drohne montieren würde.


4. Brushless/Brushed

Wenn es um Motoren geht, muss man zwei grundsätzliche Typen von Drohnen-Motoren unterscheiden. Die klassischen Elektromotoren, die jeder aus der Bohrmaschine von Opa kennt, sind sogenannte Brushed-Motoren. Bei ihnen werden die Spulen des elektromagneten über zwei Kohlenstoff-Stücke, die Bürsten(Brushes), mit Strom versorgt.

Brushless Motoren, die in großer Mehrzahl in FPV-Drohnen verbaut werden, kommen ohne diese Bürsten aus, sind damit Wartungsärmer und haben ein besseres Ansprechverhalten. Grundsätzlich können aber zum Beispiel bei sehr kleinen Drohnen durchaus auch mal Brushed-Motoren zum Einsatz kommen.

Bei der Zusammenstellung von Drohnenbauteilen ist die Beachtung dieses Unterschiedes besonders wichtig, da die beiden Motortypen unterschiedliche Arten von ESCs benötigen. Hier können einem bei der ersten Drohne schnell Fehler unterlaufen.


5. Kv

Die Abkürzung steht für die konstante Geschwindigkeit (constant velocity: Kv) und sollte nicht mit kV (Kilovolt) verwechselt werden. Die Maßeinheit steht für die Anzahl der Umdrehungen pro Minute (rpm), die ein Motor bei der Spannung von 1V vollzieht. Natürlich ohne Last, also ohne montierte Rotoren.

Die Kenntnis über diese Kennzahl hilft bei der Beurteilung, welcher Motor für welchen Einsatz geeignet ist. Eine schnelle FPV-Drohne benötigt Motoren mit möglichst hohen Kv-Werten, bei gleichzeitigem Einsatz von eher kurzen Propellern, um die Motoren nicht zu überlasten.

Wenn das Ziel eine Drohne ist, die besonders viel heben kann, sollte man dagegen eher auf Motoren mit niedrigem Kv-Wert zurückgreifen.


6. 3″, 5″, 7″ und Toothpick-Drohnen

Die Zoll-Angaben bei Drohnen beziehen sich auf die Rahmendiagonale von Racing-Drohnen. Toothpicks beschreiben dabei im Prinzip einfach nur besonders kleine Drohnen unter 3 Zoll mit verhältnismäßig filigranen Rahmen.

Während Toothpick und 3″ FPVs für ihre besondere Wendigkeit bekannt sind, stellen 5″-Drohnen wegen eines guten Kompromisses aus Beweglichkeit und Drehmoment meistens als Racing-FPV-Drohnen genutzt. Alles darüber geht dann schon in die Longe Range Kategorie, die weniger beweglich ist, dafür aber deutlich längere Flugzeiten erreichen kann.


7. Race-Setup vs Freestyle-Setup

Wenn es um Drohnen geht ist häufig von Freestyle oder Racing-Drohnen die Regel. Der Hauptunterschied hier ist einfach, dass Racingdrohnen bestimmten Reglements unterliegen, wie beispielsweise ein an der Unterseite angebrachter Akku.


8. Pitch/Nick

Der Pitch oder Nick bezeichnet die Neigung einer Copters nach vorne oder hinten. (siehe Video)


9.Roll

Roll bezeichnet die Neigung des Kopters nach links oder rechts. (siehe Video)


10. YAW

YAW steht für die Rotation der Drohne um die Hochachse. (siehe Video)


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